Fruchtige Erdbeertorte mit Schokoglasur und Erdbeerblume als Dekoration

ÖGB FlaggeIMG_3775Letzte Woche war der Geburtstag der Großmutter meines Freundes :-* und weil ich keine Gelegenheit, um eine Torte zu backen, ungenutzt lasse und es mittlerweile so üblich ist, dass ich die Torten mache, war Inspiration gefragt…

Mir war klar, dass es eine kleine aber feine Erdbeertorte sein sollten, doch mit Fondant oder ohne, Erdbeeren im Teig oder der Creme, oder beides?

Eine Stunde Internet surfen später, war ich auf die die Bilder der Torten von Cake Bake & Sweets Show sowie von Good Eats ’n Sweet Treats gestoßen, die mir als Anregung dienten und so musste nur noch das passende Rezept her.

Seit langem liest man hier und da immer wieder von dem sogenannten „Wunderkuchen“. Das Wunder bezieht sich darauf, dass man eine beliebige Flüssigkeit in den Teig mischt und er so jede gewünschte Geschmacksrichtung annehmen kann. Ich beschloss dem Wunderkuchen (Rezept von Zuckersüße Tortengrüße) eine Chance zu geben und als Flüssigkeit Erdbeersaft zu verwenden. Die Creme sollte möglichst viele Erdbeeren enthalten, nicht zu süß sein, aber fest genug werden um damit die Torte eindecken und warme Ganache darüber gießen zu können. Ich entschied mich für diese Variation der Deutschen Buttercreme, die ich absolut genial finde. 😀IMG_3787cut

Das Backen und Zusammensetzen der Torte ging schnell und einfach von der Hand und ist durchaus auch für Backneulinge meisterbar.

Sie ist genau so geworden, wie ich es mir vorgestellt hatte! Leicht und nicht zu süß, etwas schokoladig und frisch fruchtig. 🙂

❤ Der Look der Torte spricht, finde ich, für sich! ❤

IMG_3769cutLasst das Backen beginnen!

Für den Teig (ergibt 2 Teiglinge Ø 16cm) benötigt ihr:

  • 3 EierIMG_3710 deutsch
  • 150g Zucker
  • 1Pkg Vanillezucker
  • 150ml Öl
  • 150ml Flüssigkeit (hier: Erdbeersaft)
  • 225g Mehl
  • 1/2Pkg Backpulver

Wenn alle Utensilien und Zutaten bereit liegen, solltet ihr zuerst 2 Backformen (ich habe Tortenringe mit Ø 16cm verwendet) vorbereiten, indem ihr diese mit Backpapier auskleidet, und dann den Ofen auf 180°Celsius Umluft (200°Celsius Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Mit Backpapier auskleiden? Wenn du dir nicht sicher bist, wie das geht, einfach hier nachlesen!

Die Eier, den Zucker und Vanillezucker in einer großen Schüssel mit dem Handrührgerät oder im Standmixer schön fluffig schlagen. Sobald sich das Volumen in etwa verdoppelt hat, abwechselnd immer ein bisschen Öl und Saft zur Eimasse geben und gut durchrühren. Abschließend das mit dem Backpulver vermischte Mehl mit einer Teigspachtel unter die Eimasse heben.

IMG_3712Den Teig gleichmäßigst auf die 2 Backformen verteilen und IMG_3725diese für 35-40 Minuten backen.

Die noch warmen Teiglinge jeweils oben (10 Minuten warten, dann stürzen) und unten mit Sirup (Rezept siehe unten) bestreichen.

Meine Teiglinge sind sehr gleichmäßig und ca. á 4,5cm hoch geworden. Sobald die Teiglinge ausgekühlt sind, kann man mit dem Schneiden beginnen. Es ist allerdings ratsam, wenn man sie erst noch eine Nacht in Frischthaltefolie gewickelt im Kühlschrank aufbewahrt. Da es sich um helle Teiglinge handelt, unbedingt bei beiden Teiglingen eine Kruste (auf der Ober- oder Unterseite) entfernen! Dann die 2 Teiglinge in je 2 Böden ca. á 2,25cm schneiden.

IMG_3729Wie das mit dem Schneiden genau funktioniert, könnt ihr hier nachlesen (einfach etwas runterscrollen).

Meinung: Der Wunderkuchen hat gut geklappt und war wirklich lecker. 😛 Allerdings war er sehr weich und etwas bröselig für mein Empfinden. Für sehr dünne Schichten oder 3D-Schnitzarbeiten würde ich den Wunderkuchen daher so nicht empfehlen. Natürlich verändert die Art der Flüssigkeit (Yoghurt, Buttermilch, Alkohol) die Konsistenz und ich werde ihn definitiv wieder machen und sehen wie er dann wird. 😉

Für den Vanillesirup (optional!) benötigt ihr:

  • 60ml Wasser
  • 60g Zucker
  • 1/2TL Vanilleextrakt

Wasser und Zucker aufkochen. Wenn sich alle Zuckerkristalle aufgelöst haben und der Sirup leicht eingedickt ist, den Sirup beiseite stellen. Wenn der Sirup abgekühlt ist, den Vanilleextrakt einrühren und dann ist er auch schon einsatzbereit!

Für die Erdbeer-Vanille-Buttercreme benötigt ihr:IMG_3719 deutsch

  • 500g Erdbeeren (frisch oder aufgetaute TK)
  • 100g Zucker
  • 1Pkg Puddingpulver
  • 300g Butter, zimmerwarm

Zuerst noch etwas zur Erklärung…

Die Creme ist recht knapp bemessen, also wenn man gerne kostet oder Angst hat, dass etwas daneben gehen könnte, lieber etwas mehr machen!

Außerdem muss der Pudding auf Raumtemperature abkühlen, weshalb es sich lohnt ihn schon am Vortag (zusammen mit den Teiglingen) zuzubereiten und ihn dann einfach über Nacht mit Frischhaltefolie bedeckt stehen zu lassen.

Die deutsche Buttercreme ist eine Buttercreme, die aus gekochtem Pudding und Butter besteht. In dieser Variation wird statt normalem Pudding ein Erdbeerpudding gemacht (einfach die Milch durch die pürierten Erdbeeren ersetzen)!

Nun aber los…

Die Erdbeeren waschen, putzen und pürieren. Den PuddinIMG_3720g nach Anleitung kochen, wobei die Milch eben durch die pürierten Erdbeeren ersetzt wird. Also 8EL des Erdbeerpürees in einer kleinen Schale mit dem Puddingulver verrühren und das restliche Püree aufkochen. Sobald es kocht, den Topf vom Herd nehmen und das Puddingpulvergemisch einrühren. Den Pudding dann erneut für 1-2 Minuten aufkochen und wegstellen.

Zur Weiterverarbeitung sollten der Pudding und die Butter die gleiche Temperatur (nämlich Raumtemperatur) haben.

Die Butter luftig aufschlagen und dann den Pudding löffelweise unterrühren – dazwischen immer heftig schlagen!

Die Creme bis zur Verwendung im Kühlschrank aufbewahren!

IMG_3734Die Creme ist rosa, sehr leicht, wirklich erdbeerig und nicht sehr süß.


Wenn die Teiglinge nun also in 4 gleichmäßige Böden geschnitten sind und die Erdbeercreme fertig ist, kann geschichtet werden:

  • 4 Böden
  • Erdbeer-Vanille-Buttercreme, gekühlt
  • 6TL passierte Erdbeermarmelade guter Qualität, erhitzt (damit sie schön flüssig ist)
  • 300g frische Erdbeeren als Dekoration

IMG_3749Den ersten Boden (Kruste nach unten) mit etwas Buttercreme (10g Butter mit 15g Staubzucker verrührt) mittig auf die Tortenplatte oder den Teller kleben, damit nachher nichts mehr verrutschen kann.

Auf dem ersten Boden erst dünn 2TL Marmelade verstreichen und anschließend 1/6 der Buttercreme darauf verteilen. Dann folgt der zweite Boden und wieder eine dünne Schicht Marmelade gefolgt von 1/6 der Creme. Wieder ein Boden, der dritte, und 2TL Marmelade und 1/6 Buttercreme. Zum Abschluss den letzten Boden mit Kruste nach oben darauflegen.

Sobald alle 4 Böden und die Marmelade- und Buttercremeschichten fertig sind, sollte die Torte für mindestens 30 Minuten  im Kühlschrank gekühlt werden.

Danach kann mit dem Bestreichen der Torte begonnen werden. Die gesamte Buttercreme auf die Deckfläche geben und mit einer Winkelpalette Richtung Rand und darüber hinaus schieben, so dass eine dünne, glatte und ebenmäßige Schicht bleibt. Die übergetretene Creme über die Seite verteilen, so dass die Torte komplett eingedeckt ist.

Nehmt nun eure Teigkarte (mit rechtem Winkel), setzt sie am Boden und an der Torte an (dadurch habt ihr automatisch eine gerade Seite) und zieht die Creme ab, sodass eine ebenmäßige, glatte Seitenfläche entsteht. Die überschüssige Creme abstreichen und ein zweites Mal um die Torte gehen. Sobald die Seiten gleichmäßig, glatt und dünn eingestrichen aussehen, haltet die Teigkarte unter heißes Wasser und zieht eure Teigkarte nochmals über die Seiten und die Deckfläche eurer Torte. Nun sollte eure Torte perfekt eingestrichen sein (sollten doch hie und da kleine Unebenheiten bleiben, können diese mit der Schokoglasur gut kaschiert werden – also keine Panik!).

Während die Torte im Kühlschrank für mind. 1 Stunde  gekühlt wird, damit die Buttercreme fest werden kann, können die Erdbeeren für die Dekoration hergerichtet werden.

Die Erdbeeren zuerst waschen und putzen, und erdbeerblumeanschließend in dünne Scheiben schneiden (eine schöne Erdbeere ganz lassen – für die Mitte der Blume). Die Randstücke werden nachher um die Torte platziert und die Mittelstücke können schon jetzt als Probe-Blume aufgelegt werden.

Nach der Stunde Kühlen die Torte erdbeerrandaus dem Kühlschrank nehmen und die Erdbeerrandstücke um den Rand platzieren (leicht andrücken damit sie kleben bleiben). Danach die Torte wieder in den Kühlschrank stellen und die Schokoglasur zubereiten.

Für die Ganache (aka die Schokoglasur) benötigt ihr:

  • 56g Schlagobers
  • 56g Milchschokolade
  • 80g dunkle Schokolade

Den Schlagobers in einem Topf aufkochen und dann die Schokolade dazugeben. Etwas schütteln damit die Schokolade komplett mit Schlagobers bedeckt ist und vom Herd nehmen. 2-3 Minuten warten und mit einem Schneebesen glatt rühren.

Jetzt müsst ihr die Torte aus dem Kühlschrank nehmen und die noch sehr warme Schokoglasur sofort darüber gießen. Einfach die Glasur in der Mitte auf die Torte leeren und beobachten: Wenn die Glasur den Rand erreicht, müsst ihr aufhören zu gießen. Die Glasur dann mit einer Palette zusätzlich sanft über den Rand schieben.

Vorsicht: Da die Torte kalt aus dem Kühlschrank kommt, wird die Schokolade schnell fest. Also nicht zu viel Zeit lassen!

Ich habe wegen dem Transport nun noch mittig einen zugeschnittenen Bubble Tea Straw in die Torte gesteckt, bevor ich die Erdbeeren von außen nach innen in Form einer Blume auf die Torte gelegt habe. Die ganze Erdbeere habe ich vorsichtig auf den Bubble Tea Straw gesteckt und durch das Andrücken stehen die Erdbeerscheiben nach oben. Zuletzt habe ich (auf ausdrücklichen Wunsch meines Freundes hin :-D) noch etwas Haselnusskrokant über die Torte gestreut.

Tipp: Die Erdbeeren lassen Wasser, daher sollte die Erbeerblume erst so kurz vor dem Servieren wie möglich auf der Torte platziert werden (da die Ganache sonst merklich aufweicht). Außerdem solltet ihr die Torte unbedingt bis zum Servieren kühlen (ansonsten werden die Erbeeren braun und matschig).

Ich wünsch euch gutes Gelingen und noch einen backtastischen Backtag,

Euer Backdirndl

IMG_3774 cut

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7 Gedanken zu “Fruchtige Erdbeertorte mit Schokoglasur und Erdbeerblume als Dekoration

  1. Hab die torte am samstag gebacken. mein feedback 🙂 :
    der wunderkuchen ist bei mir leider kaum aufgegangen, durchschneiden konnte ich die beim besten willen nicht- hab dann schnell noch einen dritten teigling gebacken und sie als ganzes einfach so aufeinandergestapelt- weiß nicht genau woran das gelegen haben könnte?
    die butter hab ich durch qimiq ersetzt, um sie ein bissl weniger mächtig zu machen, hat super geklappt. die idee, den pudding mit pürierten erdbeeren statt milch zu machen fand ich genial 😀 danke auch für die genaue anleitung zum cremeaufstreichen, so einen schönen glatten rand wie du hab ich noch nicht hingekriegt aber es sah ganz gut aus.
    und die verzierung mit den erdbeeren macht wirklich was her. geschmeckt hat der wunderkuchen super, nicht zu süß, mit der creme perfekt. 🙂
    lg theresa

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    1. Hallo!
      Freut mich, dass nach dem anfänglichen Horror 😦 das Energebnis doch noch zu deiner Zufriedenheit war – frei nach dem Motto „Hauptsache es schmeckt!“. ❤ Backen geht beim ersten Mal leider selten wirklich 100% nach Plan, toll wie du improvisiert hast! Ich selbst bevorzuge auch Victoria Biscuit statt dem Wunderkuchen, aber nachdem dieser überall so tolle Resonanz findet, sah ich mich quasi verpflichtet ihm auch einmal eine Chance zu geben. 😉 Das tolle am Wunderkuchen ist seine Wandelbarkeit durch die Flüssigkeit, allerdings finde ich ihn auch etwas bröselig und er geht tatsächlich nur wenig auf. Wenn er gar nicht aufgegangen ist, ist das allerdings beunruhigend – hast du vielleicht am Schluss zu dolle gerührt?
      Super, dass du durchgehalten hast und die Idee mit dem Quimiq muss ich dir vielleicht sogar klauen! 😀
      Danke für dein ausführliches Kommentar – ich bin begeistert!

      Ich wünsch dir noch einen backtastischen Tag,
      Dein Backdirndl

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  2. Das klingt echt mega lecker. Ich würde die Erdbeer-Buttercreme gern für den Geburtstagskuchen meiner Tochter verwenden. Ist die fondanttauglich?

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