„Baymax“ Sweet Table – Alles-Kokosnuss-Torte

ÖGB Flagge

CollageIch wollte schon immer einmal einen passenden Sweet Table zu einem Animationsfilm kreieren und nahm nun den Film “Baymax – Riesiges Robuwabohu” glatt zum Anlass mich auszutoben. Und nun kann ich euch voll Stolz meine Toffifee-Cupcakes, Alles-Kokosnusstorte und Marshmallowfiguren im “Baymax”-Style zeigen! 😀

Eine Torte durfte als zentrales Stück meines Sweet Table natürlich nicht fehlen, doch sollte sie auch irgendwie zum Thema passen. Brainstorming war angesagt: ‚Baymax – groß, süß, weich, weiß – Wolken, Schnee, Schneeflocken – Flocken, Kokosflocken – KOKOS.‘

Eine Kokostorte hatte ich allerdings noch nie gebacken, auch keine Kokos-Cupcakes (überraschenderweise). Also alles NEU…

Klar war, dass der Teig nur so vor Kokosette strotzen sollte (weniger Mehl, mehr Kokos), super saftig sein, aber nur leicht süßlich schmecken sollte (das Problem ist nämlich oft, dass Torten am Ende einfach nur noch nach süß schmecken). Nachdem Rafaello meine absolute Lieblingssüßigkeit ist (Gebackenes außer Konkurrenz! :-P), entschloss ich mich ganz auf Kokos und Mandeln zu setzen – Kokos-Mandelteig, Kokoscreme, Kokosette zum Ummanteln. Nur die weiße Ganache fällt wohl unter künstlerische Freiheit, denn Rafaello kommt ja bekanntlich ganz ohne Schoko aus. 😀

Bei diesem Rezept ging mein Plan perfekt auf – der Teig is saftig, leicht süßlich und traumhaft kokosnussig, wobei die Mandeln nur leicht durchschmecken; die Buttercreme mit den gerösteten Kokosflocken und Malibu als Geschmacksgeber passt perfekt dazu und die Schneeflockenoptik gefällt mir persönlich auch sehr gut!

IMG_3531 in and outMeine Alles-Kokosnuss-Torte besteht aus 4 Schichten saftigstem Kokosnuss-Mandelteig, gefüllt mit leckerer Kokosnuss-Frischkäse-Buttercreme und ummantelt mit weißer Ganache und einem Hauch Kokosflocken.

Lasst das Backen beginnen!

Für den Teig (ergibt 2 Teigling Ø 16cm) benötigt ihr:

  • 160g ZuckerIMG_3435 dt
  • 220g Butter, weich
  • 3TL Vanilleextrakt
  • 4 Eier, getrennt
  • 160ml Milch
  • 1 Prise Salz
  • 120g Mehl
  • 120g Mandeln, gemahlen
  • 8g Backpulver
  • 100g Kokosflocken
  • 300ml Wasser, kochen (zum Einweichen)

Wenn alle Utensilien und Zutaten bereit liegen, solltet ihr zuerst 2 Backformen (ich habe Tortenringe mit Ø 16cm verwendet) vorbereiten, indem ihr diese mit Backpapier auskleidet, und dann den Ofen auf 180°Celsius Umluft (200°Celsius Ober- und Unterhitze) vorheizen.

Backform auskleiden? Wer das noch nicht kennt, einfach hier nochmal genauer nachlesen!

Die Zutaten werden wie folgt in 5 Schüsseln unterteilt und verarbeitet:

  1. Butter, Zucker und Vanilleextrakt in die größte Schüssel geben und mit dem Handrührgerät schlagen bis die Masse blass und luftig ist.
  2. 4 Eiweiß und Salz in einer zweiten Schüssel zu festem Schnee schlagen.
  3. In der dritten Schüssel 4 Dotter mit der Milch verquirlen.
  4. Mehl, gemahlene Mandeln und Backpulver in der vierten Schale durchmischen.
  5. Das Kokosette in der fünften Schale mit dem kochenenen Wasser übergießen und einweichen lassen.

IMG_3437 5 schüsseln dtZur ersten Schüssel (mit der Buttermischung) langsam unter ständigem Schlagen die Dottermischung hinzugeben. Alles gut verrühren! Nun erst die Mehlmischung und dann die Kokosette hineinrühren bis sich aIMG_3450lles gut vermengt hat. Zuletzt den Eischnee kurz unterheben, wobei ruhig größere Schneestücke bleiben dürfen.

Der Teig ist recht flüssig und sieht unhomogen aus – Keine Panik, das soll so sein! 😉

Den Teig gleichmäßigst auf die 2 Backformen verteilen und diese für ca. 70 Minuten backen (ev. nach 35 Minuten das Backblech einmal um 180° drehen).IMG_3451

Die noch warmen Teiglinge jeweils oben (10 Minuten warten, dann stürzen) und unten mit Sirup (siehe unten) bestreichen.

Die abgekühlten Teiglinge bis zur Verarbeitung in Plastikfolie einwickeln. Meine 2 Teiglinge sind relativ gleichmäßig gebacken und waren jeweils knapp über 4 cm hoch, sodass ich sie nach dem entfernen der unteren Kruste gut in je 2 Böden (ca. á 2cm) halbieren konnte.

IMG_3473Die dünne Kruste muss immer dann entfernt werden, wenn man mehr als einen hellen Teigling stapelt (bei Schoko ist das egal), da ansonsten die braune Kruste unschön beim Aufschneiden durchscheint. Ob die Ober- oder Unterseite entfernt wird, ist dabei egal (man entscheidet sich entweder für die dunkelste oder unebenste). Ab 3 Teiglingen müssen bei den mittleren Teiglingen die Krusten auf der Ober- und Unterseite entfernt werden. Nur auf der Unterseite des untersten Boden und auf der Oberseite des obersten Boden stört die Kruste nicht.

Zum Halbieren kann entweder ein Schneidedraht verwendet werden (so wie hier – einfach etwas runterscrollen) oder die Zahnstocher-Methode. Bei der Zahnstocher-Methode einfach in gleichmäßigem Abstand auf der gewünschten Höhe einen Zahnstocher in den Teigling stecken (siehe Bild oben). Dann das Messer auf diesen Zahnstochern anlegen und von allen Seiten mit einem Brotmesser einen kurzen Schnitt machen, dann den Schnitt von allen Seiten vertiefen bis die Böden getrennt sind. Nicht vergessen die Zahnstocher wieder zu entfernen!

Für den Sirup (optional!) benötigt ihr:

  • 60g Wasser
  • 60g Zucker
  • 1/2TL Vanilleextrakt

Wasser und Zucker aufkochen. Wenn sich alle Zuckerkristalle aufgelöst haben und der Sirup leicht eingedickt ist, den Sirup beiseite stellen. Sobald der Sirup leicht abgekühlt ist, den Vanilleextrakt einrühren. Schon ist der Sirup einsatzbereit!

Für die Ganache (alias die Schokoglasur) benötigt ihr:IMG_3454 dt

  • 150ml Schlag
  • 300g weiße Schokolade

Die Sahne in einem Top aufkochen. Sobald sie kocht, den Topf vom Herd nehmen und die weiße Schokolade hineinbrökeln, so dass alles bedeckt ist (den Topf locker ein paar mal hin und her schwenken). 1-2 Minuten warten und dann mit dem IMG_3463Schneebesen vorsichtig glatt rühren (damit nicht zu viel Luft hineingerührt wird). Die Ganache zugedeckt in einem kühlen Raum setzen lassen. Vor der Verwendung erneut mit dem Schneebesen umrühren. Die Ganache sollte die Konsistenz weicher Butter haben.

Für den „Baymax“-Fondant-Topper benötigt ihr:IMG_3464

  • 100g weißen Fondant
  • schwarzen Lebensmittelfarbstift

Den Fondant weich kneten und mit einem Silikon-Ausrollstab möglichst rund und gleichmäßig ausrollen. Die Backform/Tortenring mit Ø 16cm auf den Fondant legen und mit einem Messer außen herumfahren. Dann mit dem Ausrollstab den Kreis ibaymax kopfn eine leicht ovale Form bringen (Baymax-Kopf ist nämlich oval) und kurz antrocknen lassen. Zuletzt mit dem Lebensmittelfarbstift das Gesicht (2 schwarze Ovale mit einem Verbindungsstrich) aufmalen.

IMG_3465Den Topper einige Stunden trocknen lassen.

Tip: Den Topper am besten schon ein paar Tage vorher machen!

Für das Frosting (alias die Spritzgalsur) benötigt ihr:IMG_3474 dt

  • 60g Kokosflocken, geröstet
  • 100g Butter, weich
  • 200g Staubzucker, gesiebt
  • 100g Frischkäse
  • 1TL Vanilleextrakt
  • 2 1/2TL Malibu
  • (ev. 30g Schlagobers)

Die Kokosflocken in eine beschichtete Pfanne geben und bei mittlerer Hitze goldbraun anrösten – immer wieder umrühren und nicht aus den Augen lassen!IMG_3460Butter und 1/2 gesiebten Staubzucker mit dem Handmixer schlagen bis die Masse blass und luftig ist. Den Frischkäse, die Vanille IMG_3478und den Malibu dazugeben und glatt rühren. Den restlichen Zucker und bei Bedarf bis zu 30ml Schlagobers hinzugeben (die Konsistenz sollte weich und sreichfähig sein) und glatt rühren. Die Buttercreme bis zum Gebrauch im Kühlschrank lagern.


Wenn die Teiglinge nun also in 4 gleichmäßige Böden geschnitten sind und die Buttercreme fertig ist, kann geschichtet werden:

IMG_3481Einen Teelöffel Ganache auf der Tortenplatte/Teller verteilen, dann den untersten Boden (mit Kruste nach unten) auf der Tortenplatte IMG_2436platzieren. 1/3 der Buttercreme auf den Boden geben und mit einer Winkelpalette nicht ganz bis zum Rand verstreichen. Den zweiten Boden darauf legen und wieder 1/3 der Buttercreme auf diesem verstreichen. Dann folgt der 3. Boden und das letzte 1/3 der Buttercreme. Den letzten Boden mit der Kruste nach oben mittig auf dem Tortenturm platzieren.

Sobald fertig geschichtet ist, den Kuchen für mind. 30 Minuten in den Kühlschrank stellen damit die Buttercreme erkalten und fest werden kann.

100g Kokosette in eine Schüssel leeren (ca. 50g werden auf der Torte kleben bleiben) und die Ganache nochmal umrühren.

Die Torte direkt aus dem Kühlschrank mit der Ganache übergießen. Mit der Winkelpalette die Ganache über die Ränder schieben, sodass oben eine ebenmäßige und gerade Fläche entsteht. Anschließend die überlaufende Ganache auf den Seiten verteilen und mit der Teigkarte abziehen bis die Torte eine gerade Seitenwand hat. Die Ganache sollte nur eine gaaaanz dünne Schicht um euren Kuchen bilden, also die überschüssige Creme immer wieder schön abziehen.

IMG_3497Solange die Ganache noch weich ist, den Kokosette mit der Hand an die Torte drücken und diese so überall bedecken.

Zuletzt einen Klecks von der übrig geliebenen Ganache in die Mitte der Torte setzen und den Fondant-Topper darauf platzieren. Fertig!

IMG_3530cut

Ich wünsch euch gutes Gelingen und noch einen backtastischen Backtag,

Euer Backdirndl

 

REVIEW: Am letzten Freitag (6.2.2015) war ich mit meinem Freund endlich „Baymax“ im Kino! Den ersten Trailer hatte ich schon ein Jahr zuvor gesehen und mich tierisch auf diesen Film gefreut…

kartenBewaffnet mit „Baymax“-Toffifee-Cupcakes und Marshmallow-„Baymaxen“ sowie einem Eimer Popcorn (man lässt sich ja nicht lumpen :-D) saßen wir gespannt im Kino.

Der Kurzfilm „Feast“ war schon unglaublich süß. Es geht um einen Boston Terrier, der seine Liebe für Menschenessen überwindet, um seine Treue gegenüber seinem Besitzer zu beweisen. Also, wenn da mal nicht die Verkaufszahlen der Bostson-Terrier-Züchter ins unendliche steigen! ❤

Nun aber zum eigentlichen Hauptfilm!

Der Film ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, weil gleich mehrere Schicksalsschläge den Beginn äußerst tragisch gestalten und man sich mit der Titelfigur Hiro Hamada, einem asiatischen Jungen, der mit 14 Jahren bereits auf die Uni geht, nur schwer identifizieren kann. Als jedoch der knuddelige Roboter Baymax ins Spiel kommt, nimmt der Film Fahrt auf und kann neben etlichen Lachern („Ich bin nicht sehr schnell.“) auch noch mit einer überraschenden Wendung und einem unerwarteten Ende auftrumpfen.

Ich bin begeistert – einige der Witze bringen mich noch jetzt zum schmunzeln und der Fauststoß ist bei uns zu einem Running-Gag geworden.

Die Charaktere bleiben zwar unterentwickelt und die Moral von der Geschichte ist auch etwas plump („Heilen statt Schaden“), aber der Fokus auf Baymax und seine Witze machen das locker wieder wett.

Zum Glück ist das Ende auch quasi schon der Trailer für die Fortsetzung und so hoffe ich 2016 auf „Baymax 2“.

Fazit: Liebenswert und unheimlich lustig ist „Baymax“ ein klarer Anwärter auf den Titel bester Animationsfilm 2015!

4 von 5 Fausttößen

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2 Gedanken zu “„Baymax“ Sweet Table – Alles-Kokosnuss-Torte

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