Mini-Apfelkuchen

ÖGB Flagge

IMG_2578cut

Um zu feiern, dass ihr meine Rezepte nun auch in Englisch nachlesen könnt, habe ich mich heute für eine typisch amerikanische Nachspeise entschieden: Den Apple Pie

Und was ist besser als Apfelkuchen? … Mini-Apfelkuchen natürlich!

Denn den darf man dann auch gaaaanz alleine aufessen! :.-)

Lasst das Backen beginnen!

Für den Mürbteig (genug für 10 Apfelküchlein) benötigt ihr:

  • 300g Universalmehl (+ extra zum Ausrollen)IMG_2515edited
  • 1/2 TL Backpulver
  • 1 Prise Salz
  • 1TL Zimt
  • 1 Vanilleschote
  • Abrieb von 1 Zitrone (- 1TL für die Füllung)
  • 100g Zucker
  • 1 Ei, kalt
  • 1 Eidotter, kalt
  • 200g Butter, kalt
  • 10 runde Förmchen (10cm), zB Tartelettes-Förmchen

Mürbteig kann zuweilen eine knifflige Angelegenheit sein, aber mit ein bisschen Vertrauen und einer ordentlichen Portion Selbstbewusstsein klappt es ganz bestimmt.

Zuerst das Mehl und das Backpulver in die Mitte der Arbeitsfläche sieben (oder einfach hinleeren :-P) und mit der Teigkarte vermischen.

IMG_2517 wischtechnik

Dann das Salz, den Zimt, das Mark der Vanilleschote, die Zesten und den Zucker dazu leeren und abermals mit der Teigkarte vermengen.

Nun häuft die Zutaten zu einem Berg zusammen und formt in der Mitte eine Mulde. Das Ei und den einzelnen Eidotter direkt aus dem Kühlschrank in diese Mulde gießen und mit der Mehlmischung bedecken. Anschließend noch die in kleine Stückchen geschnittene, kalte Butter über dem Teig verteilen.

Jetzt hilft alles nichts mehr. Nun muss man sich schmutzig machen! Greift einfach beherzt mit beiden Händen direkt in eure Zutaten und beginnt zu kneten. Hierbei solltet ihr euch nicht zu viel Zeit lassen, denn die Wärme eurer Hände ist euer größter Feind (ev. spült diese mit kaltem Wasser). Lasst euch nicht entmutigen, wenn euer Teig anfangs aus einem Haufen Krümel besteht und es unmöglich erscheint, dass all diese Brösel jemals zu einem Teig werden können. Das ist ganz normal!

Vielleicht heißt der Mürbteig in Wirklichkeit ja auch deshalb Mürbteig, weil dieses Anfangsstadium einen jedes Mal dazu bringt sich den Kopf  zu zermürben ob das noch etwas werden kann!?! 😀

Knetet eifrig weiter. Langsam wird sich eine kleine Teigkugel formen und in diese arbeitet ihr nun die übrigen Mehlbrösel ein. Sobald sich alle Zutaten zu einer halbwegs glatten Kugel verbunden haben, wickelt den Teig in Plastikfolie ein und lasst ihn für 2-3 Stunden im Kühlschrank rasten.

Tadaaaa, ihr habt die Mürbteigherausforderung erfolgreich gemeistert!

IMG_2516 mürbteigIch mache meinen Mürbteig meist am Vortag und lasse ihn dann über Nacht im Kühlschrank. Dann müsst ihr ihn am nächsten Tag vor dem Verarbeiten aber auf Zimmertemperatur kommen lassen, denn sonst ist er zu hart.

Nach der Rastzeit, rollt ihr den Mürbteig auf gut 3mm Stärke aus. Bei diesem Rezept (enthält bereits einen extra Dotter) solltet ihr nicht mit dem Mehl sparen, da der Teig sonst überall festklebt – sogar auf meinem Silikonausrollstab :-O.

Apropos festkleben, ich verwende Silikonförmchen, die man nach dem ersten Gebrauch ja nicht mehr einfetten muss. Falls ihr Metall- oder Keramikförmchen verwendet, diese unbedingt JETZT einfetten und mehlen!

Nun werden 10 Kreise mit 10-11cm IMG_2552Durchmesser ausgestochen und in die Förmchen gelegt. Drückt den Teig an den Rändern hoch und fest. Achtet darauf, dass der Teig an allen Stellen gleich dick ist und keine Löcher entstehen.

Bis die Füllung fertig ist, den restlichen, eingewickelten Teig und die mit Teig ausgelegten Förmchen im Kühlschrank aufbewahren. Sicherheitshalber vor dem Stapeln der Förmchen ein Packpapierquadrat zwischen jede Lage legen.

Für die Apfelfüllung benötigt ihr:

  • 800g säuerliche Äpfel (zB Topaz)IMG_2536edited
  • 25g Speisestärke
  • 1 Eidotter
  • 200ml Apfelsaft
  • 25g Butter
  • 1EL Zitronensaft
  • 75g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 1TL Zimt
  • 1TL Zitronenzesten
  • 35g Rosinen

Zuerst müssen die Äpfel vorbereitet werden. Dieser Schritt ist der aufwendigste und mir unliebste Schritt des ganzen Rezeptes. Aber es lohnt sich! Denn die Füllung is sooo lecker…

Die gesamten Äpfel schälen, entkernen und in kleine Stücke schneiden. Solltet auch ihr beim Schälen etwas unbeholfen sein und es euch auch schon einmal passieren, dass ihr den halben Apfel mitwegschält, verwendet eine zusätzliche Apfelhälfte um den Verlust auszugleichen. 😛

IMG_2537 apfelhaufenDann die Stärke mit dem Dotter und 1EL Apfelsaft in einer Schüssel verühren.

Äpfelstückchen, restlichen Apfelsaft, Butter, Zitronensaft, Zucker, Salz und Zimt in einen großen Topf geben und aufkochen. Zurück schalten und bei kleiner Hitze für 2 Minuten köcheln lassen. Anschließend die Stärke einrühren und die Mischung unter ständigem Rühren erneut aufkochen. Den Topf beiseite stellen und leicht abkühlen lassen. In der Zwischenzeit die Rosinen halbieren (für Mini-Küchlein sind die ganzen Rosinen einfach zu groß). Die Zitronenzesten und die Rosinen in die abgekühlte Apfelmasse rühren.

IMG_2568 vorher nachher
vorher – nachher

IMG_2569 gitterNun den Ofen auf 180°C Umluft (200°Celsius Ober- und Unterhitze) vorheizen und die Förmchen sowie die Teigreste wieder aus dem Kühlschrank nehmen. Die Förmchen großzügig bis zum Rand mit der Apfelfüllung befüllen. Den übrigen Mürbteig erneut dünn ausrollen und in 1cm breite Streifen schneiden. Die Streifen gitterartig (oder auch verwoben, sternförmig) auf die Törtchen legen. Überstehende Streifenstücke abschneiden!

Die Küchlein für ca. 25 Minuten backen und anschließend in der Form auskühlen lassen.

Zum Einstreichen benötigt ihr:

  • 80g Marillenmarmelade

Die Marmelade in einem Topf erhitzen bzw. verflüssigen und die noch warmen Küchlein großzügig damit bestreichen.

Die abgekühlten Küchlein aus den Förmchen lösen, mit Staubzucker bestäuben und am besten sofort genießen. 😉

IMG_2594cut
Amerikanischer Mini-Apfelkuchen mit Schlagobers serviert! Yum!

Ich wünsch euch gutes Gelingen und noch einen backtastischen Backtag,

Euer Backdirndl

Advertisements

2 Gedanken zu “Mini-Apfelkuchen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s